Blog

Guide für faire Jeans

 
Fair Trade Guide für Jeanshosen
Schlechte soziale und ökologische Bedingungen in der herkömmlichen Jeansproduktion stehen leider noch immer auf der Tagesordnung. Deshalb hat das "Netzwerk Fairemode" den "Good Jeans Guide" entworfen. In diesem Guide werden faire Jeansproduzenten aufgelistet. Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es inzwischen die 3. Auflage. Die übersichtliche Tabelle von fair gehandelten Jeanshosen könnt ihr hier anschauen: GoodJeansGuideIII

Endlich: Unsere Stadt ist Fairtrade-Stadt

Wir haben es geschafft. Unsere Heimatstadt Rostock darf sich von nun an mit dem Titel "Fairtrade-Stadt" schmücken. In dem Bemühen um bessere Bedingungen im weltweiten Handel musste Rostock und ihre Verwaltung bestimmte Kriterien erfüllen, um die Anerkennung zu erhalten. So beschloss die Bürgerschaft 2008 zum Beispiel, beim öffentlichen Einkauf auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten. Das finden wir super und sagen: Herzlichen Glückwunsch Rostock!

Fair Food Katalog

Der neue Fair Food Katalog ist da und bietet jede Menge Auswahl an Lebensmitteln, Kaffee, Schokoladen, Weine und vieles mehr. Der Fair Food Katalog hat sein Fair Trade-Sortiment um neue Kaffeesorten, noch mehr Honig- und Tee-Sorten und Weine erweitert.

Das Besondere am Katalog ist, dass alle Lebensmittel aus garantiert Fairem Handel stammen und damit nachhaltig, umweltfreundlich und fair produziert wurden. Viele Produkte sind sogar in Bio-Qualität. 

Fair gehandelt bedeutet, dass die Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien faire Preise für ihre Erzeugnisse erhalten. Bei der Produktion der Waren ist Kinderarbeit verboten und es wird auf Umweltverträglichkeit geachtet. Diese und weitere Kriterien für Fair Trade-Produkte werden von der internationalen Fair-Labelling-Organisation (FLO) festgelegt und überwacht.

Den Fair Food Katalog 2012/2013 bekommt Ihr hier

Der Unterschied zwischen Fair Trade und fairtrade

Fairtrade-Logo

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Tippfehler: Beim Wort Fairtrade fehlt das Leerzeichen. Dieser kleine Unterschied hat allerdings nicht unerhebliche Bedeutung, denn während  Fair Trade mit Leerzeichen allgemein für faire Produktionsbedingungen steht, ist Fairtrade ohne Leerzeichen ein gesicherter Begriff der Fairtrade Labelling Organisation, und bedeutet also, dass eine Ware mit dem Fairtrade-Siegel der FLO zertifiziert ist. Der Hintergrund ist einfach, dass im Markenrecht in der Regel keine normal-gerbräuchlichen Wörter gesichert werden können, und die FLO sich deshalb das Kunstwort Fairtrade ausgedacht hat, um es als Marke einzutragen.

Kein Fair-Trade-Gedanke in Bio-Supermärkten

Bio-Produkte, viele auch aus fairem Handel und faire Löhne für die Angestellten – das sollte doch eigentlich zusammen gehören. Denken wir zumindest. Doch leider sieht die Realität oft anders aus. Wie Verdi vor kurzem berichtet, liegen die Löhne von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Biosupermärkten weit unter den branchenüblichen Tarifen. Auch Betriebsräte gibt es meist nicht und von geregelten Arbeits- und Pausenzeiten träumt manch ein Angestellter leider vergebens.

Die Supermärkte halten dagegen: sie würden besonders viele Urlaubstage vereinbaren und ihre Angestellten mit Gutscheine belohnen. Doch damit lässt sich schwer die Miete bezahlen oder die Stromrechnung. Fairer Lohn für alle finden wir eine faire Sache. Wir hoffen, Ihr hattet einen schönen 1.Mai!

via

Faire Hasen fürs Osterfest

Ostern steht vor der Tür und damit eine unüberschaubare Auswahl an Schokohasen und -eiern. Für das diesjährige Osterfest sollen mehr als 18 000 Tonnen Schokolade zu Eiern, Maikäfern oder Osterhasen eingeschmolzen worden sein. Die süßen Hasen haben jedoch leider oft einen bitteren Beigeschmack. Denn der Rohstoff Kakao wird leider noch immer unter katastrophalen Bedingungen produziert. Viele Kakaobauern arbeiten für so geringe Löhne, dass sie ihren Lebensunterhalt damit nicht bestreiten können. Deshalb muss oft die ganze Familie mitarbeiten – auch die Kinder. Berichte über Kinderarbeit auf Kakaofarmen in den Medien reißen daher nicht ab.

Fairen Handel garantiert den Kakaobauern und ihren Familien ein gesichertes Einkommen. Außerdem verbieten die Fairtrade-Standards Kinderarbeit und hilft beim Ausbau von Schulen und Gesundheitssystem.

Die gute Nachricht: fairgehandelte Osternaschereien liegen im Trend und werden immer öfter gekauft und nachgefragt. Ihr findet die fairen Hasen in Bioläden, Weltläden oder im Internet.

Wir wünschen Euch ein schönes Osterfest!

Schmuckstücke aus Fairem Handel

Mitarbeiter einer argentinischen Genossenschaft namens EcoAndina schürfen unter fairen Bedingungen und so umweltschonend wie nur möglich Gold aus den Flüssen ihres Heimatgebietes nahe der Grenze zu Chile und Bolivien. „Es gibt nur wenige Regionen der Welt, wo Gold ohne den Einsatz von giftigen Chemikalien wie Quecksilber und Zyanid gewonnen wird“, berichtet Thomas Siepelmeyer, der in Münster-Hiltrup das Edelmetall aus Argentinien unter dem Namen „Premium Eco Gold“ anbietet.
Goldschmiede und Schmuckverarbeiter können nun dieses fair gehandelte Gold erwerben und für ihre Zwecke verabeiten. An einer Zertifizierung von Fairtrade-Gold wird derzeit noch gearbeitet.
Also dann nichts wie her mit dem Verlobungsring aus fairem Handel ;)
 

Kinderpyjamas getestet

Oh Ihr Lieben, da steigen einem ja fast die Tränen in die Augen, liest man den Artikel der Zeitschrift für Verbraucherschutz „Ökotest“. Die haben in der Ausgabe November 2011 Kinderschlafanzüge getestet. Dabei fallen die Testergebnisse für Pyjamas zwischen 5 und 55 Euro alles andere als rosig aus. Getestet wurde Schadstoffbelastungen der Textilien, die unter anderem durchs Bleichen, Färben und Bedrucken entstehen. Dabei fiel auf, dass Chemikalien, die im Verdacht stehen Allergien auszulösen oder gar krebserregend sein sollen in bedenklich hoher Konzentration in bunten Kinderschlafanzügen vorkommen.

Unser Tipp: Wenn schon kunterbunte Schlafanzüge, dann lieber welche aus dem Second-Hand-Laden in Eurer Nähe kaufen. Oder Ihr setzt auf Kleidung, die ökologisch produziert wurde!

Neues Vorhaben für mehr Bio-Baumwolle

Bio Baumwolle

Natürlich ist es wichtig, dass die Kleidung, die wir tragen, nicht nur unter fairen Bedingungen produziert sondern auch die Umwelt dabei geschont wird. Der Anteil am Anbau von Bio-Baumwolle unter fairen Arbeitsbedingungen macht auf dem Weltmarkt derzeit nur 0,7 Prozent aus. Von den 300 Millionen Menschen die weltweit in der Baumwollindustrie arbeiten, haben also nicht sehr viele etwas davon.

Aus diesem Grund begrüßen wir Vorhaben, die etwas in diese Richtung unternehmen wollen – wie etwa der Verein „Better-Cotton-Initiative“ (BCI) mit Sitz in der Schweiz. In der Startphase befindend möchte die Initiative auf lange Sicht die Verbesserung und Messbarkeit der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bedingungen im Baumwollanbau als auch die Steigerung des Weltmarktanteils auf 1,3 Prozent erreichen.

Der Baumwollmarkt ist groß und dementsprechend auch der Verbrauch an Dünger, Pestizidenund Wasser, da Baumwolle zumeist in trockenen Gebieten angebaut wird.

Deshalb will die BCI auf den Massenmarkt setzen um dort ökologische, soziale und faire Kriterien anzuwenden. Besteht der Anbau eines Unternehmens die Prüfung, werden die Baumwollprodukte als „Better Cotton“ zertifiziert. Im Vergleich zum Bio-Label sollen die niedrigeren Eintrittsbarrieren des BCI für viele Bauern eine Alternative darstellen.

Better Cotton“ als Label am T-Shirt wird es allerdings nicht geben. Die BCI setze nicht auf die KonsumentInnen, sondern auf die Industrie.

Kritisch anzumerken ist, dass sie die Produktion von Gentechnik-Baumwolle ebenso zulassen wie den Einsatz vieler synthetischer Pestizide, etwa des umstrittenen Insektenvernichtungsmittels Endosulfan. Die Landwirtschaftsexpertin Marianne Künzle von Greenpeace Schweiz meint: «Was die Landwirtschaft in Entwicklungsländern benötigt, ist ein fundamentaler Wandel. Den liefert die BCI nicht.» Die Fördergelder, so Künzle, seien im Biobereich besser investiert.

Trotzdem sind sich die KritikerInnen als auch BefürworterInnen einig: Besser ein kleiner Schritt als gar keiner.

via

 

Kompostierbare Kleidung

Foto Kleidung

Kleidung herstellen ohne Abfall zu hinterlassen - das hört sich an wie ein Traum. Besonders wenn man bedenkt, dass jeder von uns im Jahr angeblich mehr als zehn Kilogramm T-Shirts, Hosen und Kleider kauft.

Ginge es nach dem Chemieprofessor Michael Braumgart, würde dieser Traum irgendwann Realität werden.

Seine Idee: Jedes Produkt soll so konzipiert sein, dass seine einzelnen Bestandteile wiederverwertbar sind. Genau wie in der Natur entsteht so ein Kreislauf. Cradle-to -Cradle (von der Wiege bis zur Wiege) heißt dieses Prinzip. Auf Kleidung angewendet, macht es besonders Sinn. Denn der Bekleidungsmarkt ist schnelllebig.

T-Shirts aus alten Plastikflaschen oder kompostierbare Pullover und Schuhe, so könnte das irgendwann mal aussehen. Ökoeffektiv nennt sich das. Wenn zwar Abfall produziert wird, dieser aber wieder Teil einer neuen Produktion wird. Im Idealfall könnten Rohstoffe so unendlich oft wiederverwendet werdenm, ohne an Qualität zu verlieren.

Das erste kompostierbare T-Shirt gibt es seit 2006 von der Firma Trigema, und 2007 hat Triumph einen biologisch abbaubaren BH entwickelt und auf den Markt gebracht.  Noch gibt es sehr wenige Stoffe, die nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip hergestellt werden, aber das Interesse scheint zu wachsen. Im März 2011 fand in Berlin die erste cradle-to-cradle Modenschau statt.

via

Inhalt abgleichen

Melde Dich jetzt bei Fairgissmeinnicht News an!

Trage dich in den Newsletter ein und erhalte exklusive Angebote, die nur Mitglieder bekommen!