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Fairtrade-Rosen zum Valentinstag

Rose: flickr.com/photos/az1172/3394714059Heute ist Valentinstag - ein Grund für viele, ihre Liebsten mit kleinen Aufmerksamkeiten zu beschenken. Am beliebtesten scheinen nach wie vor die berühmten roten Rosen. Zum Glück kommt mittlerweile jede fünfte Rose aus dem Fairen Handel. So wurden im vergangenen Jahr nach Angaben von Fairtrade Deutschland 260 Millionen faire Rosen verkauft. Mächtig viel. Wenn es schon frische Schnittblumen zum Valentinstag sein müssen, dann aus dem Fairen Handel, finden wir. Wir wünschen euch und       euren Liebsten einen schönen Valentinstag!

Schwerin auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt

Schwerin: Landeshauptstadt MV, flickr.com/photos/az1172/2266992728

Vor kurzem berichteten wir, dass Rostock Fairtrade-Stadt geworden ist. Nun ist auch Schwerin, die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, auf dem Weg Fairtrade-Stadt zu werden. Die Stadtvertretung von Schwerin fasste im November 2012 den einstimmigen Beschluss, sich an der Initiative "Fairtrade-Towns" zu beteiligen. Koordiniert wird die Kampagne von der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin, die den Schweriner Weltladen betreibt. Die Fairtrade-Kriterien, die zum Erhalt des Titels erfüllt werden müssen, sollen im Frühjahr 2013 erreicht werden, so dass der Titel vielleicht Ende Sommer verliehen werden kann. Angedacht ist der 27. September 2013, letzter Tag der Fairen Woche und Deutscher Tag des Kaffees. Gefeiert werden soll im Schlosspark-Center Schwerin, das an diesem Tag seinen 15. Geburtstag feiert - mit fair gehandeltem Kaffee in der ganzen Stadt. Wir sind gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

4 Gründe für Bio-Baumwolle

baumwolle

Baumwolle braucht ganz spezielle Bedingungen um zu keimen und zu wachsen. Bei mindestens 15 Grad Celsius und mindestens 150 Tagen ohne Frost kann dies gelingen. Der Boden muss eine bestimmte Qualität haben und eine große Menge Wasser zur Verfügung stehen. Bei der Produktion von einem Kilo konventioneller Baumwolle werden ca. 7000 – 30.000 Liter Wasser verbraucht.

Gute Bedingungen finden sich vor allem in Ländern wie China, Indien, Pakistan und Usbekistan.
Leider sind der Einsatz von Pestiziden, das Auslaugen des Bodens, Trinkwasserverseuchung und damit einhergehende Krankheiten für Menschen beim herkömmlichen Baumwollanbau „normal“.
Aus folgenden Gründen ist eine Umstellung auf Bio-Baumwollanbau notwendig:
 

1. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzschmittel und der Reduktion von Düngemitteln und Pestiziden werden Krankheiten verhindert.

Um eine möglichst große Ausbeute zu erzielen werden im konventionellen Anbau Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt. Man geht davon aus, dass 20 Prozent der weltweiten Produktion an Düngemitteln und Pestiziden auf den Baumwollfeldern landen. Die konventionellen Baumwollfelder werden pro Saison 20 bis 25 mal besprüht.
Die Bevölkerung leidet unter Krankheiten, die durch die aufgewirbelten Insektizide, Dünge- und Welkemittel verursacht werden. Die Zahl der Krebserkrankungen ist rapide gestiegen, die hohe Säuglingssterblichkeit und die große Zahl von Missbildungen und körperlichen Fehlentwicklungen sind nur einige der schrecklichen Folgen, die durch den Verzicht dieser Chemikalien im Bio-Anbau vermieden werden. Als Alternative dienen der Einsatz nützlicher Insekten und Insektenanziehender Pflanzen.
 

2. Für die Ernte wird im Bio-Anbau kein Entlaubungsmittel eingesezt.

Für die zur Ernte notwendige Entlaubung der Pflanze werden im herkömmlichen Baumwollanbau Entlaubungsmittel eingesetzt.
Diese gelangen in den menschlichen Organismus und verursachen Krankheiten. Im Bio-Baumwollanbau werden keine Entlaubungsmittel eingesetzt, sondern die Baumwolle von Hand in Säcken aus Naturprodukten gepflückt.
 

3. Durch eine mindestens 3 jährige Nichtanbauphase beim Umstellen auf ökologischen Anbau und Wechselbewirtschaftung der Böden wird die Umwelt nicht belastet.

Baumwolle stellt hohe Ansprüche an die Bodenqualität. Durch die intensive Nutzung ist der Boden sehr schnell ausgelaugt und unbrauchbar. Das führt dazu, dass immer größere Flächen guten Ackerlandes völlig wertlos sind. Die Böden sind versalzen und versteppen. Die Chemikalien verseuchen das Grundwasser. Es entsteht ein Mangel an Trinkwasser. Eine mindestens 3 jährige Nichtanbauphase beim Umstellen auf ökologischen Anbau und Wechselbewirtschaftung der Böden kann diese Folgen verhindern.
 

4. Beim Bio-Baumwollanbau wird auf eine große Distanz der organischen Baumwollfelder zu Feldern mit genmanipulierten Baumwollpflanzen geachtet. Der Einsatz von unbehandeltem Saatgut ist im Bio-Anbau selbstverständlich.

Gentechnik ist und bleibt eine Risikotechnologie, die Gefahren für Gesundheit und Umwelt birgt. Das Einbringen von genmanipulierten Samen können neue Inhaltsstoffe verursachen, die zu Allergien, Immunschwäche oder anderen Krankeiten führen. Durch Pollenflug übertragen Gen-Gewächse ihre Eigenschaften auf herkömmliche Pflanzen und gelangen unkontrolliert in Lebensmittel und Boden. Aus diesem Grund werden im Bio-Anbau kein genmanipuliertes Saatgut eingesetzt und dafür gesorgt, dass die Biobaumwoll-Felder in großer Distanz zu den mit genmanipulierten Baumwollpflanzen stehen. 
 
Unabhängige Kontrollen direkt bei den Anbauern und Zertifikate garantieren das Label Biobaumwolle.

Fairtrade wirkt und kommt an

Erstmals hat eine Kontinent übergreifende Studie belegt, dass Fairtrade einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kleinbauern und Landarbeitern im ländlichen Raum leistet. Die Studie des Centrums für Evaluation (CEval) in Saarbrücken verglichen die Lebensstandards von Menschen in Regionen ohne Anschluss an den Fairen Handel mit denen, die einer Fairtrade-Kooperative angeschlossen sind. Außerdem beobachteten die Forscher die Entwicklung der Lebensstandards in diesen Fairtrade-Gemeinden über Jahre hinweg. Die Studie zeigt. dass sich Fairtrade-zertifizierte Kooperativen positiv nicht nur auf die Produzentenorganisation auswirken, sondern auch auf die ländliche Entwicklung der jeweiligen Region.

 
Das liegt daran, dass fairtradezertifizierte Arbeiter und Bauern eine höhere Produktivität aufweisen und ein leicht erhöhtes, aber vor allem stabileres Einkommen haben, als nicht-zertifizierte Produzenten. Dadurch können sie mehr sparen und letztlich auch mehr investieren.
Für die Studie wurden die Produktionen sechs verschiedener Produktbereiche untersucht, wie Blumen, Kaffee, Baumwolle oder Kakao in verschiedenen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.
 

Der Respect-Code von Switcher

 

respect-code am T-Shirt
 
Unsere schönen Kinder T-Shirts kommen vom schweizerischen Label Switcher. Die Shirts vereinigen alle wichtigen Werte: Es ist aus Biobaumwolle aus fairem Handel, CO2-kompensiert, UV-geprüft und rückverfolgbar (Respect-Code). Der Respect-Code bedeutet die Rückverfolgung der Herstellung des Produktes vom Rohstoff bis zum Großlager in der Schweiz. Zudem werden die Herstellungspartner und Zertifikate von Produzenten und Rohstoffen aufgelistet.
Zu finden unter respect-code.org

Sozialstandards und ihre Siegel bei fairgissmeinnicht

Alle Produkte, die wir bei fairgissmeinnicht anbieten, unterliegen strengen ökologischen und sozialen Kriterien.
Im Fairen Handel gibt es eine Reihe von Gütesiegeln, die den VerbraucherInnen die Sicherheit geben soll, dass die Ware auch tatsächlich unter den angebenen Bedingungen hergestellt wurde. Welche Gütesiegel unsere Ware enthält erfahrt ihr im Folgenden:

 

Gütesiegel Fair Wear FoundationFair Wear Foundation:

1999 wurde die Fair Wear Foundation (FWF) in Holland vom Verband des Einzelhandels, dem Verband der Bekleidungsfirmen, Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen (u.a. Clean Clothes Campaign) gegründet. Unternehmen können der FWF beitreten und akzeptieren damit, den FWF Verhaltenskodex bei ihren Lieferanten durchzusetzen.
Der FWF Verhaltenskodex richtet sich nach den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation und weiteren ILO Standards und dem Verhaltenskodex der Clean Clothes Campaign
Die FWF kooperiert in den Produktionsländern mit lokalen Akteuren (Arbeitgeberverbänden/ Gewerkschaften/NGOs) und entwickelt ein Beschwerdesystem. Die Unternehmen müssen ihre Produktion selbst überprüfen und werden zusätzlich von der FWF kontrolliert. Im Gegensatz zu anderen Siegeln, die nur die Herstellung eines Produktes zertifizieren (z.b Transfair), werden bei der FWF alle Produkte eines Unternehmens zertifiziert.
Ein Dilemma ist die Frage, wie hoch ein existenzsichernder Lohn ist und ob eine Existenzsicherung eine gerechte und ausreichende Bezahlung ist. 2007 hat die FWF eine "Lohnleiter" entwickelt. Die gezahlten Löhne der Lieferanten werden nach diesem System eingestuft und sollen sich Schritt für Schritt der höchsten Stufe annähern.
(Vgl. "Die guten Prüfer" von Gisela Burckhardt, INKOTA Brief 145 / September 2008)
 
Der Arbeitsverhaltenskodex der Fair Wear Foundation basiert auf den international ratifizierten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der Universalen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und umfasst folgende Punkte:
  • Freie Arbeitswahl bzw. Verbot von Zwangsarbeit
  • Verbot von Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Recht auf einen existenzsichernden Lohn
  • Keine überlangen Arbeitszeiten
  • Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • Rechtlich verbindliche Arbeitsverträge
 
 

Gütesiegel Global Organic Textile Standard

GOTS

GOTS ist die Abkürzung für Global Organic Textile Standard. Das weltweit gültige Siegel gibt es seit 2008. Es erfasst die gesamte textile Kette vom biologischen Anbau der Rohstoffe über umweltfreundliche Verarbeitung bis hin zum Fairen Handel. Das Siegel wird in zwei Versionen vergeben. Kleidung mit dem Label „grade 1“ enthalten 95 Prozent Biofasern, die mit dem Label „grade 2“ enthalten 70 Prozent.
 
 
 
 

 

Fairtrade Label

Fairtrade

Das Fairtrade-Label im Bereich Kleidung gibt es bisher nur für den Rohstoff Baumwolle. Das Siegel wird von der FLO vergeben und steht für umweltschonende Anbaumethoden als auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen gerechten Lohn.
 
Folgende Bedingungen müssen eingehalten werden:
  1. Die Importeure und Hersteller zahlen den Genossenschaften einen festen Mindestpreis, der in jedem Fall die Produktionskosten deckt.
  2. Für biologisch angebaute Baumwolle wird ein höherer Preis gezahlt, der ja nach Region (Zentral- und Südamerika, Nordafrika, Ostafrika, West- und Zentralafrika, Südafrika und Kyrgyzstan) zwischen 43 und 61 Euro-Cent pro Kilo Baumwolle liegt.
  3. Zusätzlich muss eine Fairtrade-Prämie gezahlt werden, über deren Verwendung die Genossenschaft entscheiden darf. Die Fairtrade-Prämie liegt bei 5 Euro-Cent pro Kilogramm Baumwolle.
  4. Auf Wunsch muss eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreises gewährleistet werden.
  5. Es müssen langfristige und stabile Handelsbeziehungen angestrebt werden.
  6. Es ist eine Lizenzgebühr von 2 Prozent des Großhandelspreises an TransFair zu zahlen. Diese Gebühr schmälert nicht das Einkommen der Produzenten, denn sie wird zusätzlich zu dem festgelegten Mindestpreis bezahlt.
(Quelle: fairtradebar.com)

 

Fairer Handel als Alternative immer wieder die richtige Entscheidung

 

Und wieder ein erschreckender und aufwühlender Bericht aus der Textilindustrie, der uns zeigt, dass wir mit dem Fairen Handel auf einem besseren Weg sind.
Südwind e.V. hat eine Studie herausgegeben, die die Arbeitsbedingungen von TextilarbeiterInnen in Indonesien untersucht hat. Bei den Firmen handelt es sich um Zulieferbetriebe von Nike, Adidas, Esprit, Inditex (Zara) und H&M. 
Obwohl die ersten kritischen und skandalösen Berichte zu Arbeitsbedingungen der Zulieferer von großen Marken bereits 20 Jahre her ist, hat sich immer noch wenig getan. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der (zu 90%) Frauen sind geprägt von Überstunden, Sammelunterkünften mit schlechten hygienischen Zuständen ohne fließend Wasser und Strom, extrem vielen Überstunden und einem sehr niedrigen, nicht existenzsichernden Lohn. Da die meisten nicht älter als 29 Jahre alt sind, ist sexuelle Belästigung kein seltenes Phänomen.
Ein Armutszeugnis für Adidas und Co.
Deshalb entscheiden wir uns immer wieder für die Idee des Fairen Handels. Auch wenn der Begriff natürlich dehnbar ist und Textilarbeit an sich immer ein hartes Geschäft bleiben wird. So macht es aber eben doch einen Unterschied, ob die Arbeiterinnen fair bezahlt und exitenzsichernd und gesund Leben können oder nicht.

Die 5 größten Organisationen des Fairen Handels

 
Für eine bessere Orientierung in dem Themenfeld Fairer Handel haben wir mal eine Übersicht zu den 5 größten Fair Handels Organisationen erstellt.

 

Fairtrade Logo (Fairtrade Labelling Organization International)

Fairtrade Labelling Organization International (FLO)

Die FLO ist die Dachorganisation für Fairen Handel und hat ihren Sitz in Bonn. Sie entwickelt Standards für Fairen Handel und vergibt das Fairtrade-Siegel für Produkte.
In FLO sind weltweit 20 nationalen Siegelinitiativen und Produzenten-Netzwerke  zusammengeschlossen.Bei FLO legen die Siegelinitiativen und die Produzentenvertreter gemeinsam die Strategien und Richtlinien für den Fairen Handel fest. Die FLO vergibt ein Label für Produkte, die gemäß den FLO-Standards zertifiziert wurden. 
 

World Fair Trade Organzisation (WFTO) LogoInternational Fair Trade Association (IFAT) oder auch World Fair Trade Organization (WFTO) 

Die IFAT ist ein weltumspannendes Netzwerk, in dem sich mehr als 300 Mitglieder aus 60 Ländern organisieren. Das Ziel ist die Verbesserung der Fair-Handels-Beziehungen und die Gewinnung neuer Produzenten für den Fairen Handel. Die Mitglieder sind Akteure des Fairen Handels und bestehen u.a. aus Produzenten-Kooperativen und -Vereinigungen, Export-Gesellschaften, Importeuren, Einzelhändlern oder regionalen Fair-Trade-Netzwerken. Die IFAT repräsentiert demnach die gesamte Fair-Handels-Kette, vom Produkt bis zum Verkauf.
 

Network of European Worldshops (NEWS) Logo

Network of European Worldshops (NEWS!)

(Netzwerk Europäischer Weltläden) 
In diesem Netzwerk sind alle europäischen Weltläden zusammengeschlossen. NEWS! ist eine der vier großen, international arbeitenden Dachorganisationen zur Förderung des Fairen Handels.
 

European Fair Trade Association (EFTA) Logo

European Fair Trade Association (EFTA)

(Europäischer Verband Fairer Handel) 
EFTA ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) und besteht aus einem Zusammenschluss von 10 Fair Trade-Organisationen aus neun europäischen Ländern. Ihre Aufgabe besteht aus dem Import von Fair-Trade-Produkten von etwa 400 wirtschaftlich benachteiligten Produzentengruppen in Afrika, Asien und Lateinamerika.
 

gepa logoGesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH (GEPA – The Fair Trade Company)

Die GEPA ist mit einem Jahresumsatz von 54 Millionen Euro der größte europäische Importeur fair gehandelter Waren aus den südlichen Ländern der Welt. Etwa die Hälfte des Umsatzes macht Kaffee aus.
 

 

FINE

FINE ist ein zwangloser Zusammenschluss der vier internationalen Organisationen des Fairen Handels: 
F - Fairtrade Labelling Organizations International (FLO)
I - International Fair Trade Association (IFAT)(jetzt WFTO)
N - Network of European Worldshops (NEWS) 
E - European Fair Trade Association (EFTA) 

5 gute Gründe für Fair Trade Schokolade

Bild von verschiedenen Schokoladen

1. Keine ausbeuterische Kinderarbeit

Schokolade besteht zum größten Teil aus Kakao. Kakao ist ein Weltmarktprodukt. Fast die Hälfte der Weltkakaoernte (ca. 1,2 Mio Tonnen) wird in der Elfenbeinküste produziert. Dies ist eine Region, die den höchsten prozentualen Anteil an arbeitenden Kindern hat und das betrifft fast ein Drittel der Kinder unter 14 Jahren aus dieser Region. Um die Kosten für die Produktion möglichst gering zu halten, werden Kinder als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, teilweise sogar versklavt. Gerade in der Elfenbeinküste werden viele Kindersklaven vor allem aus Mali aber auch den anderen Nachbarstaaten gebracht. Diese Kinder gehen oft an ihre körperlichen Grenzen, was ihre Gesundheit und zum Teil auch ihr Leben gefährdet. Sie arbeiten sehr lang und haben oftmals keinen oder sehr schlechten Zugang zu Schulen bzw. Ausbildung.  Zudem ist der Lohn sehr gering und bindet die Kinder und ihre Familien an Armut und Elend.
Aus diesem Grund hat die ILO (Internationale Arbeitsorganisation) das langfristige Ziel des völligen Verbots von Kinderarbeit. Kurzfristig hat die ILO in der Konvention Nr. 182 einen Vertrag bezüglich des Verbots und der sofortigen Abschaffung der schlimmsten Formen der Kinderabeit unterzeichnet.
Armut wird als eines der Hauptgründe von ausbeuterischer Kinderarbeit genannt. Der Faire Handel kann einen Beitrag leisten, die Rechte des Kindes zu erfüllen – dank der höheren Einnahmen, die durch faire Handelspraktiken erreicht werden, können öffentliche Entwicklungsprojekte gegründet werden, die darauf abzielen, die Ausbildungs-, Ernähungs- und gesundheitlichen Möglichkeiten zu verbessern.
In Übereinstimmung mit den Standards der Internationalen Fair-Handels Vereinigung (IFAT) für Organisationen des Fairen Handels und den Indikatoren, die diese Standards unterstützen, müssen Akteure im Fairen Handel die UNO-Konvention der Kinderrechte ebenso respektieren wie die örtlichen Gesetze und sozialen Normen. Wenn Kinder an der Herstellung fair gehandelter Produkte beteiligt sind, daf keines dieser Rechte verletzt werden.
Fair-Handels-Organisationen legen alle Informationen bezüglich der Beteiligung von Kindern offen und überwachen die Zeit, die Kinder der Ausbildung, Erholung und Arbeit widmen.
Es gab zwar in den vergangenen Jahren einige Bewegung auch in der konventionellen Schokoladenindustrie, doch scheint Fair Trade Schokolade nach wie vor die einzige Schokolade zu sein, die garantiert keine ausbeuterische Kinderarbeit enthält.
 

2. Der Stabile Preis für die Kakaoproduzenten

Die Weltmarktpreise für Rohstoffe sind jährlichen Schwankungen ausgesetzt. Kakao wird an den Börsen in London, Amsterdam und New York gehandelt. Der Kakaomarkt gehört zu den sehr spekulativen Märkten. Innerhalb weniger Tage kann der Kurs bis zu 10% schwanken. Die beeinflussenden Faktoren für diese Schwankungen sind u.a. die Menge der Ernteerträge, das Klima, politische Ereignisse, steigende oder sinkende Nachfrage. Gerade wegen der häufig niedrigen Weltmarktpreise für Kakao haben die Kakaoproduzenten oftmals keine andere Wahl als ihre Arbeitskräfte unter Minimum zu bezahlen.
Das Kuriose ist, dass der Wert des gehandelten Kakaos den eigentlichen Wert um das 14-fache übersteigt, die Kakaobauern davon jedoch nur 5% Gewinn erhalten. 70% der Gewinne verbleiben bei den Handelsgesellschaften und in der Schokoladenindustrie. Kakaobauern, die sich dem Fairen Handel angeschlossen haben bekommen hingegen faire Preise, die die Produktionskosten decken und Spielraum für Entwicklungsaufgaben lässt. Die langfristigen Geschäftsbeziehungen schaffen Perspektiven. So wurde im Jahr 2000 beispielsweise für eine Tonne konventionellen Kakao nur durchschnittlich 800 US-Dollar bezahlt. Die Partner-Genossenschaften von Trans-Fair erhielten mit 1750 US-Dollar mehr als das Doppelte. Zusätzlich erhalten die Produzenten im Fairen Handel einen Aufschlag von 150 US-Dollar für soziale Projekte. Für Kakao aus biologischem Anbau gibt es zusätlich einen Bioaufschlag von 200 US-Dollar pro Tonne.
Fair gehandelte Schokolade garantiert also den Kakaobauern einen stabilen Preis über Weltmarktniveau, mit dem sie ihre Zukunft sichern und ein auskömmliches Leben führen können.
 

3. Vermehrte Gründung von Kakaogenossenschaften

Der Faire Handel mit Kakao fördert gezielt die Kleinbauern, die sich in Genossenschaften organisiert haben. Genossenschaften, die ihren Kakao und Zucker zu fairen Bedingungen verkaufen wollen, verpflichten sich vertraglich zur Einhaltung folgender Kriterien:
  • Die Genossenschaften müssen politisch unabhängig sein und eine demokratische Struktur aufweisen.
  • Bei Genossenschaftsmitgliedern handelt es sich überwiegend um kleinbäuerliche Familienbetriebe.
  • Die Kleinbauern sind in allen wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaft direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem Fairen Handel.

Fair gehandelte Schokolade sorgt also für die vermehrte Gründung von Genossenschaften und somit einer stabilen Struktur, die das Zusammenleben der Menschen demokratischer und fairer gestaltet.

 

4. Die gute Qualität der Fairen Schokolade

Von der Kakaofrucht am Baum bis zur Schokolade im Regal ist es ein langer Verarbeitungsweg. Auf dem kann einiges passieren. Im konventionellen Handel werden Kakaopflanzen in riesigen Monokulturen angebaut und sind sehr anfällig für Ungeziefer. Deshalb werden giftige Insektizide in großem Umfang eingesetzt, die beim Menschen Krebs, Hautkrankheiten, Unfruchtbarkeit und Störungen im Nervensystem verursachen können. Die Landarbeiter sind diesen Gefahren schutzlos ausgeliefert.
Schadstoffe wie Acrylamid und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe können als unerwünschte Nebenprodukte beim Rösten der Kakaobohnen entstehen. Werden Kakaobohnen unsachgemäß gelagert, kann sich das Schimmelpilzgift Ochratoxin A verstärkt bilden. 
Die meisten der fair gehandelten Schokoladen sind aufgrund des Bio-Anbaus und der kleinbäuerlichen Struktur mit Verzicht auf künstliche Düngemittel zum Glück schadstofffrei und stellen somit kein Gesundheitsrisiko für Produzenten und Verbraucher dar.
 

5. Faire Schokolade kommt ohne Gentechnik aus

Während konventionelle Schokolade in der Regel Sojalecithin enthält, sind in der fair gehandelten Schokolade entweder gar kein Sojalecithin oder Sojalecithin aus Bio-Anbau enthalten. Sojalecithin ist der am häufigsten verwendete Emulgator und dient in der Schokoladenherstellung gern dazu, die Schokolade cremiger zu machen und die Inhaltsstoffe besser miteinander zu verbinden. Das Sojalecthin in konventioneller Schokolade wird häufig aus gentechnisch veränderten Sojapflanzen gewonnen.
Schokolade kann auch ohne den Zusatz von Emulgatoren hergestellt werden, allerdings unter der Voraussetzung einer längeren Verarbeitungszeit. Ebenso müssen die Rezepturen verändert werden, so dass beispielsweise das fehlende Lecithin durch einen höheren Anteil an Kakaobutter ersetzt wird. Die höheren Laufzeiten in der Produktion sowie der höhere Kakaobutteranteil als auch der allgemein höhere Kakaoanteil in Fair Trade Schokolade machen die Schokolade natürlich teurer. Doch dass es sich lohnt, in diese zu investieren haben wir hoffentlich mit diesem Beitrag gezeigt.
 
Hauptlieferländer für fair gehandelten Kakao sind übrigens Ghana, Ecuador und die Dominikanische Republik.

Weihnachtsstern aus Holzperlen basteln

Diese Weihnachtssterne sind ganz schnell und leicht selbstzumachen.

Weihnachtssterne basteln

Ihr brauchst dafür:

  • dünnen Draht - pro Stern etwa einen halben Meter
  • Holzperlen in der gleichen Größe

Ihr fädelt zwöf Holperlen auf den Draht auf. Das hintere Ende des Drahts fädelt Ihr dann durch die Perlen nochmal durch. So entsteht ein Kreis. Das eine Ende des Drahts sollte nicht länger als zehn Zentimeter sein.

Weihnachtssterne aus Holzperlen

Auf das längere Ende des Drahts fädelt Ihr nun zwei Perlen auf. Mit dem Draht stecht Ihr nun in die zweite Perle (eine auslassen) und zieht den Draht durch. Wieder eine Perle auslassen, zwei Perlen auffädeln und durchstechen. So fahrt Ihr fort bis Ihr einmal rum seid.

Weihnachtsstern aus Holzperlen

Jetzt durch die erste der zwei Perlen durchstechen, damit seid ihr auf der Sternspitze. Nun fädelt ihr eine Perle auf und stecht den Draht durch die zweite Perle. Nun durch die folgende Perle (unterer Rand). Dann wieder durch die erste der zwei folgenden Perlen (hinauf in Richtung zweite Sternspitze) bis ihr wieder auf der nächsten Sternspitze seid. So fortfahren. Nun nur noch den Draht zur Schlaufe verdrehen und Voilá! 

Weihnachtssternbastelei

Fertig ist der Weihnachtsstern. Je nach Größe passen sie super auf den Adventskranz oder an den Weihnachtsbaum. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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