Sozialstandards und ihre Siegel bei fairgissmeinnicht

Alle Produkte, die wir bei fairgissmeinnicht anbieten, unterliegen strengen ökologischen und sozialen Kriterien.
Im Fairen Handel gibt es eine Reihe von Gütesiegeln, die den VerbraucherInnen die Sicherheit geben soll, dass die Ware auch tatsächlich unter den angebenen Bedingungen hergestellt wurde. Welche Gütesiegel unsere Ware enthält erfahrt ihr im Folgenden:

 

Gütesiegel Fair Wear FoundationFair Wear Foundation:

1999 wurde die Fair Wear Foundation (FWF) in Holland vom Verband des Einzelhandels, dem Verband der Bekleidungsfirmen, Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen (u.a. Clean Clothes Campaign) gegründet. Unternehmen können der FWF beitreten und akzeptieren damit, den FWF Verhaltenskodex bei ihren Lieferanten durchzusetzen.
Der FWF Verhaltenskodex richtet sich nach den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation und weiteren ILO Standards und dem Verhaltenskodex der Clean Clothes Campaign
Die FWF kooperiert in den Produktionsländern mit lokalen Akteuren (Arbeitgeberverbänden/ Gewerkschaften/NGOs) und entwickelt ein Beschwerdesystem. Die Unternehmen müssen ihre Produktion selbst überprüfen und werden zusätzlich von der FWF kontrolliert. Im Gegensatz zu anderen Siegeln, die nur die Herstellung eines Produktes zertifizieren (z.b Transfair), werden bei der FWF alle Produkte eines Unternehmens zertifiziert.
Ein Dilemma ist die Frage, wie hoch ein existenzsichernder Lohn ist und ob eine Existenzsicherung eine gerechte und ausreichende Bezahlung ist. 2007 hat die FWF eine "Lohnleiter" entwickelt. Die gezahlten Löhne der Lieferanten werden nach diesem System eingestuft und sollen sich Schritt für Schritt der höchsten Stufe annähern.
(Vgl. "Die guten Prüfer" von Gisela Burckhardt, INKOTA Brief 145 / September 2008)
 
Der Arbeitsverhaltenskodex der Fair Wear Foundation basiert auf den international ratifizierten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der Universalen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und umfasst folgende Punkte:
  • Freie Arbeitswahl bzw. Verbot von Zwangsarbeit
  • Verbot von Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Recht auf einen existenzsichernden Lohn
  • Keine überlangen Arbeitszeiten
  • Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • Rechtlich verbindliche Arbeitsverträge
 
 

Gütesiegel Global Organic Textile Standard

GOTS

GOTS ist die Abkürzung für Global Organic Textile Standard. Das weltweit gültige Siegel gibt es seit 2008. Es erfasst die gesamte textile Kette vom biologischen Anbau der Rohstoffe über umweltfreundliche Verarbeitung bis hin zum Fairen Handel. Das Siegel wird in zwei Versionen vergeben. Kleidung mit dem Label „grade 1“ enthalten 95 Prozent Biofasern, die mit dem Label „grade 2“ enthalten 70 Prozent.
 
 
 
 

 

Fairtrade Label

Fairtrade

Das Fairtrade-Label im Bereich Kleidung gibt es bisher nur für den Rohstoff Baumwolle. Das Siegel wird von der FLO vergeben und steht für umweltschonende Anbaumethoden als auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen gerechten Lohn.
 
Folgende Bedingungen müssen eingehalten werden:
  1. Die Importeure und Hersteller zahlen den Genossenschaften einen festen Mindestpreis, der in jedem Fall die Produktionskosten deckt.
  2. Für biologisch angebaute Baumwolle wird ein höherer Preis gezahlt, der ja nach Region (Zentral- und Südamerika, Nordafrika, Ostafrika, West- und Zentralafrika, Südafrika und Kyrgyzstan) zwischen 43 und 61 Euro-Cent pro Kilo Baumwolle liegt.
  3. Zusätzlich muss eine Fairtrade-Prämie gezahlt werden, über deren Verwendung die Genossenschaft entscheiden darf. Die Fairtrade-Prämie liegt bei 5 Euro-Cent pro Kilogramm Baumwolle.
  4. Auf Wunsch muss eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreises gewährleistet werden.
  5. Es müssen langfristige und stabile Handelsbeziehungen angestrebt werden.
  6. Es ist eine Lizenzgebühr von 2 Prozent des Großhandelspreises an TransFair zu zahlen. Diese Gebühr schmälert nicht das Einkommen der Produzenten, denn sie wird zusätzlich zu dem festgelegten Mindestpreis bezahlt.
(Quelle: fairtradebar.com)

 

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